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Die Zeitschrift Cardio News 09/2008, 11. Jhg. Seite 28 schreibt:

Bettenabbau: Mehr Thrombosen

"Eine neu gegründete Thromboseinitiative will die Öffentlichkeit über die Gefahr venöser Thromboembolien aufklären, Patienten und Krankenkassen dafür sensibilisieren, die Prävention solcher Vorfälle verbessern und Projekte zur Versorgungsforschung fördern, denn der Abbau von Klinikbetten fördert das Risiko für Thrombosen."

So berichten Initiatoren der Aktion Dr. Christian Mörchel aus Mainz und Privatdozent Dr. Knut Kröger von der Universitätsklinik Essen, das tödliche Lungenembolien in Deutschland – im Gegensatz zu anderen Ländern – offenbar nicht zurückgehen: Es sind immer noch 30.000 bis 40.000 jedes Jahr. Dazu kommt, dass die Gesamtzahl von Thrombosen mangels Beobachtungsstudien hierzulande unklar ist. Hochrechnungen gehen von 300.000 Fällen – allein stationär – aus.

Trotz der alarmierenden Zahlen, wird das Risiko der Patienten immer noch unterschätzt, mahnt Mörschel. Das gilt vor allem für internistische Patienten und ist besonders deshalb wichtig, weil der Abbau von Krankenhausbetten hemmungslos vorangetrieben wird“.
Die Folgen tragen die Kranken und ihre Hausärzte: Immer mehr Patienten werden teilmobilisiert und mit fortbestehenden Risikofaktoren nach hause entlassen.

Damit verlagert sich auch die Thromboseprophylaxe zunehmend in den ambulanten Bereich. Leitlinien dafür fehlen bislang, sind aber dringend erforderlich...

Klinik am Ruhrpark, 06.10.2008


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